Der erste schöne Sommertag seit Wochen. Ich sitze zufrieden lächelnd auf meinem Balkon. Meine Zufriedenheit gilt nicht der Wärme, den Sonnenstrahlen oder der Bergkulisse, die ich am Horizont sehe. Ich fühle das, was esoterisch angehauchte Menschen wohl als geerdet bezeichnen würden.
Zwei wunderbare Tage voller Ausprobieren, Erfolgen und Rückschlägen. Herrlich. Vandyke hat mich gefordert, ich habe die Herausforderung angenommen und die ersten Hürden mit Erfolg genommen. Ein grossartiges Gefühl. Was kümmert mich da das Rumgeflenne wenn ich mal wieder ein paar Spitzen in die Blogosphere abgebe? Ich fühlt Euch berufen zu fotografieren und ich finde Eure Ergebnisse bescheiden? So what? Ihr habt Kunden die für Eure Machwerke Geld bezahlen? Glückwunsch – ich finde sie trotzdem nicht gut. Ich mag auch kein Fast Food und das ist trotzdem der globale Nahrungsdauerbrenner, mit jährlich beeindruckenden Wachstumsraten, die den Anbietern permanent steigende Aktienkurse bescheren.
Ich sinniere schmunzelnd über die armen Geister, die nach wie vor nach einfachen Erfolgsrezepten für gute Fotografie fragen, die sich ertappt fühlen, wenn man das Kind beim Namen nennt, die ihre Unsicherheit versuchen zu kaschieren, indem sie sich gegenseitig über ihre Netzwerke hochloben. Minus mal Minus gibt Plus?
Welche Kamera, welche Linse, welche Nachbearbeitung, so oft gefragt mit so wenig Erfolg. Versteht doch endlich, dass man nur lernt und versteht was man sich erarbeitet hat. Blut, Schweiss und Tränen – so funktioniert das. Und zum Schluss sind es dann Freudentränen über das gelungene Bild.


