Ich hätte das ganze natürlich unter dem Label der Unikatkunst verkaufen können. Aber mein ästhetisches Empfinden hat gerade so gar keinen Zugang zu extremst verfusselten Bildergebnissen.
Bei meinen SW-Negativen war das bislang noch nicht so ein großes Problem, aber die Rolle Agfa Vista aus meiner letzten C41-Entwicklung sah einfach übel aus. Woran das jetzt genau liegt kann ich nicht sagen. Unter anderem hatte ich mal wieder meine bekannten Probleme beim Filmaufspulen. Die engen Durchmesser der 240ml Jobo Dose liegen mir einfach nicht und der zweite 35er Film blockierte nachdem er zu 90% auf der Spule war. Spule im Wechselsack öffnen, das ganze ins Schlafzimmer bringen und unter die Decke legen (damit man die Finger rausziegen kann), neue Spule zurück in den Wechselsack fummel, etc. Fusselfreie Atmosphäre sieht wohl anders aus, wobei das dem “trockenen” Film ja eigentlich nichts ausmachen sollte.
Wie auch immer hier mal das Ergebnis des üblichen Scanvorgangs.
(normaler Scan ohne Staubentfernung)
Grausam. Auf stundenlange Entfusselungsarbeit hab ich grad gar keine Lust, aber da war doch was mit automatischem Entfernen von Staub und Kratzern? Richtiges Knöpfchen drücken und voilà:
(Scan mit Staubentfernung)
Nicht schlecht Herr Specht. Hier gab es keinerlei weiteren Eingriff von mir. Der Scanvorgang verdoppelt sich zwar zeitlich, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ich kann auch nicht erkennen, dass die Software irgendeinen Bildbestandteil spürbar im negativen Sinne verändert hätte. Wenn wir schon bei hybrider Verarbeitung sind spricht meiner Meinung nach Nichts dagegen, sich die Annehmlichkeiten des einen oder anderen elektronischen Helferleins zu Nutze zu machen. Dies war wohl definitiv nicht mein letzter Einsatz der automatischen Staub- und Kratzerentfernung.