habe ich zusammen mit 2 Mitstreitern am vergangenen Wochenende besucht. Gastgeber war Thomas Solecki mit seinem Dunkelkammer-Workshop.
In der DuKa belichtet hatte ich ja schon, war aber über simples Negativ einlegen, Fotopapier belichten und anschließendes Entwickeln nicht hinaus gekommen. Begriffe wie “Nachbelichten” und “Abwedeln” kannte ich zwar, wusste auch was sie bedeuten und habe sie schon mehrfach in Photoshop angewendet, den virtuellen Pinsel zu schwingen hat aber nun mal eine ganz andere Qualität, als tatsächlich am Vergrösserer zu stehen, den Probeabzug zu beurteilen, die Bearbeitungszonen zu identifizieren, die richtige Zeit einzuschätzen, das Werkzeug überhaupt richtig halten zu können, Filter und Vergrösserer zu bedienen, etc.
Und all das ohne “Arbeitsschritt rückgängig machen”-Taste. Eine echte Herausforderung!
Thomas hat das prima gemacht. Jeder Kandidat hatte sein eigenes Negativ mitgebracht, wir konnten das Bild gemeinsam beurteilen und Thomas spielte jeweils Vorturner für den ersten Abzug. Danach wurde selber Hand angelegt. Dabei war Gelegenheit dem aktuell Arbeitendem immer über die Schulter zu schauen, bevor man selbst an der Reihe war.
Prinzipiell ist ja das Abwedeln und Nachbelichten eine vergleichsweise einfache Angelegenheit. Aber ohne entsprechende Übung ist zu Beginn auf alle Fälle mit einer Menge Ausschuß oder eben zu hart sichtbaren Korrekturspuren zu rechnen. Es ist nunmal ein Handwerk und noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Ich kann allen, die sich dafür interessieren, einen entsprechenden Workshop nur ans Herz legen. Ich persönlich bin wieder einen Schritt weiter gekommen, kann auf dem Erlernten aufbauen und mein handwerkliches Geschick nun weiter in der heimischen Dunkelkammer schulen.