Mysterien und Vermutungen

Über meine Tigerenten-Negative habe ich ja bereits lang und breit berichtet. Soeben wurde nun der zweite Testfilm entwickelt. Ein R3, 35mm, ISO 800, gebadet in RHS, aus der auch vorher benutzten Flasche. Das Ergebnis sind die bislang besten Negative, die ich jemals entwickelt habe. Auf den Punkt. Nicht zu dünn, nicht zu hart und von Streifen keine Spur. Demnach kann es nicht der Entwickler sein. Der einzige Unterschied zur Entwicklung, die zu den Tigerenten führte, war eine leicht geringere Entwicklerkonzentration (1:9 statt 1:7).

Ergo schliesse ich, dass es sich um sogenannte Bromidabläufe handelt. Der Effekt wird im Internet mehrfach beschrieben. Ich zitiere mal: “Ganz ohne Bewegung geht es allerdings auch nicht. Zumindest dann nicht, wenn der Film senkrecht steht, wie in der Dose oder im Planfilm-Entwicklungstank der Fall. Sonst kann es zu sogenannten Bromidabläufen kommen: An Stellen intensiver Belichtung entsteht viel metallisches Silber und in seinem Gefolge auch viel Bromid. Das kann in der Lösung nach unten sinken und hemmt dort die Entwicklung – helle Streifen auf dem Negativ sind die Folge.” (Quelle: phototec).

Ich habe zwar bei den Kippbewegungen nichts anderes gemacht als sonst, aber der beschriebene Effekt passt genau. Eine Möglichkeit wären noch Verwirbelungen an den Streben der Entwicklungsdose. Ansonsten wäre ich dann mit meinem Latein am Ende…

Nachtrag: Ich schiebe nochmals einen Link hinterher, auf den ich gerade gestossen bin. Davon kommt mir ‘ne Menge bekannt vor…