Lieblingshut

Neuer Film, andere Kamera, neues Glück? Wie bereits angekündigt, hab ich den Rollei 80s heute nochmals einem Testlauf unterzogen. Wenn er schon nicht mit der Russenzicke wollte, dann halt in der Flex. Rollei_80s

Motivtechnisch durfte mal wieder der Nachwuchs ran. Einer Aufforderung à la “Papa, Foto?” kann ich einfach nicht widerstehen. Der Herr hat als Model übrigens durchaus eigene Ideen. Ein Stuhl muss her, die Klamotte wird selbst gewählt und es geht natürlich gar nichts ohne den Lieblingshut…

Träume, Schäume, PS-Monster

Nee, auch wenn ich den lang ersehnten Lottojackpot heute einsacke werde ich mir das Gefährt nicht leisten. Aber bei so einem total analogen 300 SL Flügeltürer könnt ich schon schwach werden. ;) PS_Monster

Schwarze Medizin

Oder auch Abenteuer Dunkelkammer Teil 2. Nachdem der erste Part ja schon ganz anständig über die Bühne ging, hat es mich gestern wieder in den Fingern gejuckt, also nichts wie hinein ins Schwarz der künstlichen Nacht. Von Routine zu sprechen wäre sicherlich zu früh, jedoch konnte ich diesmal das Abenteuer Vergrössern um einiges ruhiger angehen. Alles war bereits an seinem Platz und in die frisch gespülten Schalen musste lediglich die Chemiesuppe von letzem Mal eingegossen werden. Positiv: der Entwickler lässt sich anscheinend mehrfach verwenden. Vorab hatte ich bereits ein paar Negative ausgesucht, die ich gerne als grossen Abzug haben wollte. Also, Licht aus und frisch ans Werk…

Nun, ich bin nach wie vor begeistert. Der Negativscan auf dem Bildschirm ist kein Vergleich mit einem Positiv in den Händen. Aber: der nette Nebeneffekt digital gerade mal ein paar Fussel, Stäubchen oder Kratzer der Russenzicke wegstempeln zu können fehlt. Also finden sich teilweise ein paar weiße Punkte auf meinem Abzug. Weniger schön. Auch hab ich sehr schnell die Richtigkeit von Meister Trents Aussage nach einem Testbelichtungsstreifen verstanden. Weder zu flau noch zu dunkel ist wünschenswert und auf 2 Sekunden Belichtungszeit kann man sich halt nicht grundsätzlich verlassen. Gedanklich notiert.

Ganz nebenbei bemerkt hat die Dunkelkammerarbeit anscheinend eine beruhigende Wirkung auf mich. Nach einem ziemlich heftigen Bürotag bin ich gestresst und mit hohem Adrenalinspiegel hinein gegangen, um ganz entspannt und abgeschaltet nach einer Stunde wieder hinaus zu kommen.

Fotografie als therapeutischer Ansatz, das hat Zukunft…

Der Satz mit X

Das war wohl nix. Ich berichte ja nicht gerne über Misserfolge, aber mein euphorischer Ausflug mit dem Spuersinn U125 war mehr als unerfolgreich. Der samstägliche Streifzug durchs schöne Zürich gibt üblicherweise Gelegenheit zu ein paar netten Strassenszenen. Die Gassen sind am Wochenende gut bevölkert und das Publikum bunt durchmischt.

Was liegt also näher, als eine der jüngsten Neuerwerbungen mit dem U125 zu füttern und los zu ziehen? Nun ich gebe zu, es ist nicht die beste Idee dies mit Kind und Kegel zu tun. Konzentration aufs Fotografieren geht anders. “Halt mal die Tasche – Kannst Du den Kinderwagen nehmen – guck mal nach Deinem Sohn – …” Gerade mit dem Objektivwechsel beschäftigt, sind dies nicht unbedingt die Anfeuerungsrufe, die einen mit der Kamera und der Strasse verschmelzen lassen ;)

Es wäre aber ungerecht zu versuchen, die liebe Familie für den eigenen fotografischen Misserfolg an den Pranger zu stellen. Die nach 4:30 aus dem Spuersinn HCD gezogenen Negative offenbarten sich auf dem Scanner mehr als Nachtaufnahmen, denn als Streetfotografie. Ich muss grottenfalsch belichtet haben. Zwar hatte mit dem Handbelichtungsmesser angemessen, den gleichen Wert durch die Kamerainternen Messung erhalten und mich dann auf die Werte der XD 7 verlassen, letztlich muss ich aber irgendwo komplett daneben gelegen haben.

Die Schüsse die ich durch recht kräftiges drehen an der Tonwertkorrektur in PS noch retten konnte seht ihr unten. Es hilft alles nichts, ich muss am nächsten Wochenende wieder raus – diese Blamage kann ich ja so nicht stehen lassen…

U200 – der Fussvolk-Test

Ein Dreigestirn an Könnern hat die Fähigkeiten des Rollei Universal ja bereits eindrucksvoll zur Schau gestellt – wer es noch nicht gesehen hat sollte dies dringend hier nachholen. Doch auch dem dilettantischen Fussvolk steht der U200 zur Verfügung.

u200_2-8_06-09__0007 In der “jedermann” Lichtsituation zeigt der Film kaum wahrnehmbares Korn und kommt knackig scharf daher.

Doch auch wenn die Lichter ausgehen lässt sich mit dem U200 einiges anstellen und ich hab mal kurzerhand eines meiner aktuellen Lieblingsbilder gewonnen…

u200_2-8_06-09__0009 Fazit: ich glaube ich werde erstmal etwas mit dem U200 üben bevor ich mich erneut mit dem R3 befasse. Das Preis-/Leistungsverhältnis erscheint mir sensationell. Der R3 ist mit Sicherheit ein brillianter Film, ich habe aber das Gefühl noch nicht in der Lage zu sein, seine Stärken wirklich nutzen zu können. Da übersteigt das Potential des Films leider noch das des Fotografen…