Irgendwie benutze ich die Kiev 60 viel zu selten. Fällt mir gerade mal wieder auf…
Fotografieren mit der Boxkamera ist tatsächlich ein wenig Übungssache. Macht aber einen Heidenspaß. Den Kasten ruhig zu halten, um einigermaßen scharfe Bildergebnisse zu erhalten – gar nicht so einfach. Wenn man dann aber die Negative im Format 6×9 in Händen hält, bekommt man eine vage Idee wie es sein muss im Großformat zu fotografieren. Very nice.
Jetzt muss ich nur noch herausfinden an welcher Stelle in der Box der Film zerkratzt wird…
Den Anweisungen des Sohnemanns folgend stand heute Schlittenfahren auf dem Programm. Für mich die Gelegenheit sich mal ganz archaisch, mit der Boxkamera bewaffnet ans fotografische Werk zu machen.
Bewährt zu diesem Zweck der Rollei Universal oder auch U200, hier in der Tengor Box. Die Retusche der Linien auf dem Film hab ich mir übrigens gespart. Das ist authentischer
Bei diesem Bild hab ich geschummelt – nun nicht wirklich, es ist und bleibt eine Filmaufnahme, aber ich habe Photoshop eingesetzt und zwar zur perspektivischen Entzerrung. Aufschrei bei der analogen Puristengemeinde – ja darf der das denn? Ja er darf, denn mal abgesehen von der Tatsache, dass sowieso erlaubt ist was gefällt, auch bei der herkömmlichen Ausarbeitung des Prints in der Dunkelkammer, bietet ein besserer Vergrösserer die Entzerrung nach Scheimpflug an und Negativbühne, Objektiv und Vergrösserungsrahmen lassen sich nicht nur der Höhe nach verstellen.
Für die schnelle Webveröffentlichung nebenbei ist die digitale Ersatzlösung ein durchaus probates Mittel.
Also falls Ken Follett mal wieder irgendein “Säulen/Tore der irgendwas” schreibt…