Mach mich reich!

Der Traum der fotografierenden Gilde. Ob Amateur oder Profi, insgeheim oder bewußt träumt der Großteil von uns doch davon, satt von der Fotografie leben zu können und besser noch, reich damit zu werden. Dumm nur, dass zur Leibowitz nicht alle geboren sind, und deren letzter Kopfsprung im Geldspeicher hat ja bekanntlich mit einer schweren Gehirnerschütterung geendet.

Wie schwierig es ist, bei zunehmender Vergleichbarkeit und digitaler Massenbilderflut tatsächlich auch finanziell erfolgreich zu fotografieren und ein Alleinstellungsmerkmal zu finden will ich gar nicht weiter ausführen. Es muss ja nicht immer die Hochzeitsfotografie sein. Nischen zu finden und sie konsequent zu besetzen kann auch in der Fotografie funktionieren, wobei zu erwartender Reichtum hier vielleicht dezent übertrieben wäre. Der gestern bei fotointern vorgestellen Tobias Frieman ist da ein schönes Beispiel. Postkartenmotive abseits des üblichen Mainstream haben bei ihm funktioniert. Und natürlich gibt es auch andere fotografische Nischen.

Wer gestern zu relativ später Stunde noch in einen der Privatsender gezappt hat, konnte einen Bericht über Hypnose, therapeutisch und zu Show-Zwecken finden. Bemerkenswert, wenn Patienten mittels Hypnose Ängste genommen und Schmerzen gelindert werden können. Wenn bei einem Showhypnotiseur allerdings zu einem Großteil Finanzberater in den Kurs gehen, um sich selbstverständlich aus rein privatem Interesse über Techniken der Blitzsuggestion unterrichten zu lassen stimmt das nachdenklich. Wobei… das Mittel in meinen Händen, was gäbe es für Möglichkeiten im Sinne der allgemeinen Geschmackskultur zu wirken. Natürlich ganz uneigennützig (….du wirst ganz ruhig…), an den schnöden Mammom (… dein Geld belastet Dich…) würde ich doch niemals denken (…lass mich Dir helfen…).