Quo vadis habe ich schon einmal an anderer Stelle gefragt, diesmal ist die Frage aber eher selbstreferentiell. Wohin soll die fotografische Reise gehen?
Hat man sich erst mal mit Haut und Haaren auf die Fotografie eingelassen, hat sie was vom süßen Gesang der Sirenen. Jede Richtung erscheint verlockend und möchte ausprobiert sein. Eine Reise quer durch die Formate, die bei mir entgegen sämtlicher guter Vorsätze gerade stark vom Verlangen nach dem grossformatigen Abenteuer geprägt ist (Danke auch an Ralf, der mit seinen Videolinks zu den Arbeiten von Sally Mann hier nochmals ordentlich „nachgewürzt“ hat ).
Und dann die Qual der Wahl bei den Sujets. Eine neverending story. Was einem schon recht gut gelingt möchte man ausbauen und noch besser werden und zu akzeptieren, dass die Begabung bei anderen Sujets eher unterirdisch ausgeprägt ist, fällt schwer. Wenn ich sehe, mit welcher Leichtigkeit an anderer Stelle z.B. Stilleben geschaffen werden, scheinbar simpel, extrem reduziert aber grandios in der Wirkung, könnte die nicht vorhandene sommerliche Bräune glatt einem satten Neidgrün weichen.
So viele Fäden, die aufgenommen werden wollen, so viele Erfolgserlebnisse und Enttäuschungen die einen erwarten und so wenig Zeit. Zum Glück steht das Wochenende und ein kurze Arbeitswoche vor der Tür!


