Varycon FB

Ein neues Papier hab ich ausprobiert. Das Varycon FB, matt, aus dem Hause Efke. Bei Adox heisst das dann “Fine Print Vario Classic”, ist aber der gleiche Inhalt. Die Planlage bei der Verarbeitung ist sehr gut, die Papierstärke angenehm, die Lufttrocknungseigenschaften – naja. Die Ecken biegen sich schon ziemlich nach oben, da muss der Bücherstapel eine ganze Zeit als Presse herhalten.

Gleichzeitig ist hier zum ersten Mal das 85er Tessar für die Zeiss Ikon zum Einsatz gekommen. Der Bildausdruck bei Offenblende (was hier “nur” f4 ist) kommt eher weich daher, wenn ich Fokussierfehler mal ausschliesse. Mir gefällt es.

Print auf Varycon FB, Selentonung

Porentiefe Reinheit

Ich tobe mich ja mittlerweile schon eine ganze Weile beim Filmentwickeln und Printen aus. Anfangs noch nachlässiger, primär getrieben vom Gedanken den Prozess überhaupt zum Gelingen zu bringen. Heute eine ganze Ecke sorgfältiger, aber mir will noch immer nicht der Print gelingen, der wirklich gänzlich ohne Fussel auskommt. Und irgendein Fleck ist immer auf dem Negativ. Wenn auch nicht mit blossem Auge zu erkennen, auf dem Abzug zeigt er mit Sicherheit sein hässliches Gesicht.

Wie also zum Geier bekommt ihre Eure makellosen Negative und Abzüge hin? Ich will das auch können…

Badi

Acros 100 @ 200, Print auf Wephota 311 PE

Badi – so nennt man in der Schweiz ein Schwimmbad. Da muss man sich einfach nur umschauen und bekommt eine Idee, warum ich da lebe, wo ich lebe und nicht wieder weg möchte…

Fischgeschichten

Bilder mit Geschichten. Ganz wichtig.

Dies ist die traurige Geschichte eines kurzfristigen Ablebens, ca. 30 Minuten vor Entstehung des Meisterwerks, die sich in ihrem Verlauf zu einem Lustspiel wandelt, das von mit Zitrone und Kräutern gefüllten Laibern erzählt, von glänzenden Schuppen, die hervorragend mit der Marmorierung der Granitarbeitsplatte korrespondieren, von warmen Abenden, netten Menschen, Grillfeuer und ein paar Flaschen Bier…

Gut, das Bild erzählt auch staubverseuchtem Scannerglas und übersehenen Kalkflecken, aber die Geschichte will ich nicht hören… ;)

RA4

Die Fotografie hält eine Menge kryptischer Kürzel bereit. C41, E6, RA4… und genau bei letzterem bin ich gerade gelandet.

Die Farbentwicklung habe ich sowohl im Negativ- als auch im Farbumkehrprozess gemeistert, die logische Konsequenz heisst da sich auch mit dem Farbpositiv zu beschäftigen und genau das ist besagter RA4 Prozess. Im Prinzip geht es da erst mal ähnlich zu wie bei der SW-Vergrösserung. Ein Negativ wird über den Vergrösserer auf Papier belichtet und anschliessend ausentwickelt und fixiert.

Was der Farbpositivprozess nicht kennt, sind Gradationen. Der Entwicklungs- und Fixierschritt findet im Regelfall bei etwas höheren Temperaturen statt als der SW-Prozess, die eigentliche Schwierigkeit ist jedoch die richtige Farbfilterung zu finden, d.h. den Vergrösserer für das jeweilige Negativ richtig zu kalibirieren, damit möglichst kein Farbstich entsteht.

Zum Glück habe ich meinen guten alten Durst doch nicht abgestossen, der ist nämlich mit einem Farbkopf ausgestattet und das erste Ergebnis seht ihr hier:

Doch, ich bin recht zufrieden. Am oberen Rand gibt es noch einen leichten Farbeinschlag, den ich mir noch nicht endgültig erklären kann und in den Griff bekommen muss, ansonsten gibt es nix zu meckern.