Wenn ich eines nicht bereut habe, dann ist es der Einstieg in das Grossformat. Eine faszinierende fotografische Welt, voll gigantischer Möglichkeiten.
Nachdem ich nun endlich genug Filmkassetten auf dem Gebrauchtmarkt zusammengekauft habe, lassen sich auch mal kleinere Sessions mit mehreren Belichtungen durchführen. Noch bin ich ja am Üben und Ausprobieren. Bei der Gelegenheit sei übrigens angemerkt, dass ich die Toyo Filmkassetten gegenüber den vielfach erhältlichen Fidelity Exemplaren absolut empfehlen kann. Die Filme werden nach meinem Gefühl etwas enger geführt, d.h. haben weniger Spiel in der Kassette und geben dem Film eine exzellente Planlage.
Doch genug vom Ausrüstungsgeplänkel. Ob es an der Kamera oder dem Format liegt kann ich nicht sagen, aber auf einmal bekomme ich andere Bildideen. Reduzierter, ruhiger und ich habe wahnsinnige Lust auf Inszenierung…
Was mich ja jedes mal auf’s Neue plättet, wenn ich einen Planfilm in der Hand habe, ist die scheinbare Perfektion der Negative. An diesem Bild ist absolut nichts gemacht, kein Regler bewegt, keine Farben korrigiert – gar nichts. Ja klar, man könnte anmerken, dass auf dem Bein Druckstellen zu sehen sind, die man easy Wegstempeln könnte, ich habe hier aber bewußt darauf verzichtet. Soll nicht heißen, dass das immer so sein muss, aber aktuell bin ich verliebt in den “natürlichen” Graflex-look!



