Fotografische Feinkost

Sind das Instinkte oder Gewohnheiten? Wie auch immer, der aufkeimende Frühling verursacht Aufbruchstimmung und Veränderungswille.

Mein persönlicher Frühjahrsputz äussert sich in dem Versuch etwas Struktur in meine Webaktivitäten zu bringen, sie mit halbwegs sinnvollen Namen und Adressen zu versehen und mir darüber hinaus, Gedanken über ihre zukünftige Ausrichtung zu machen. Es stört mich schon geraume Zeit, dass die URl des Blogs noch unter der Stammdomain “kulinarie” läuft, deren Ursprung eine Seite über Essen, Rezepte, etc. ist. Vielleicht komme ich darauf zurück, wenn ich verlässlich fotografische Feinkost bieten kann, momentan möchte ich das aber ändern.

Auch stelle ich mir die Frage, ob es nicht doch sinnvoll ist eine ergänzend Galerie online zu haben, und sie bewusst vom Blog zu trennen. Nicht jeden wird mein Gequatsche interessieren. Ich arbeite daran. Schließlich gibt es da ja auch noch den Entwurf einer familiären Kunst-Projektseite, die mal endlich das Licht der Welt erblicken sollte. Ich bin gerade voller guter Vorsätze.

In der Fotografie bemerke ich übrigens eine zunehmende Reduzierung meiner Aktivitäten. Es handelt sich keineswegs um eine Schaffenskrise o.ä. Vielmehr spüre ich, dass mich das ungestüme Losknipsen immer seltener überfällt und ich wesentlich zielgerichteter werde. Es gibt Dinge im Kopf, die Gestalt annehmen sollen, und die Voraussetzungen dafür sind nicht immer und überall gegeben. Ich denke, ich lerne gerade auf den richtigen Augenblick für manche Bilder zu warten. Geduld ist eine Tugend. Zumindest bilde ich mir ein, dass sie der Qualiät meiner Fotografie zu Gute kommt. Wenn ich es jetzt noch schaffe, mehr Objektivität bei der Betrachtung meiner Werke walten zu lassen und mein Ungestüm beim Veröffentlichen zu zügeln, dann komme ich vielleicht wirklich mal zur fotografischen Feinkost.