Heisse Träume, kalte Füsse

Ich wurde nominiert. Zwei mal wenn ich es richtig gesehen habe. Genannt bei der ein Herz für Blogs Aktion. Seid für die freundliche Erwähnung herzlichst bedankt. Da ich sinngemäß als “klein, fein und puristisch mit autobiographischen Zügen” beschrieben wurde, möchte ich Euch folgende, mir gänzlich eigene Gedanken, nicht vorenthalten:

Mal abseits von der Definition Künstler, Fotograf oder was auch immer. Als Fotografierende (über das Wort werde ich ja nicht fertig, aber das ist eine andere Geschichte…) sind wir kreative Menschen. Nein, ich will an dieser Stelle auch keine Wortklauberei und Wikipedia-Zitate was Kreativität bedeutet und ob Mainstream-Fotografierende kreativ sind oder nicht. Das ist grad völlig egal. Interessant ist doch, dass sich der Ideenspeicher stetig füllt, man sich allenorts inspirieren lässt und mehr und mehr den Drang verspürt etwas zu schaffen. Man wird tatsächlich zum Getriebenen. Ich z.B. könnte schier verrückt werden, wenn ich auf die richtige Gelegenheit, die Verfügbarkeit des Models o.ä. warten muss und sich die Gelegenheit für die aktuelle Lieblingsbildidee einfach nicht bietet. Dazu kommt: man kann das einem Nicht- Besessenen einfach nicht erklären. Pures familiäres Konfliktpotential.

Jaja, ich hab Feininger zitiert und weiß um das Privileg des Amateurs – trotzdem kann sich beim mir denkbar schlechte Laune einstellen, wenn ich kein Ventil für meine Fotografie finde. Ich erwische mich dabei, dass in diesem Momenten oft mein Sohnemann als Ersatzmotiv herhalten muss, wobei er natürlich ein herzallerliebstes Motiv ist – keine Frage.

Die Überschrift hat mit dem Ganzen wirklich nur im allerweitesten Sinne zu tun. Ich möchte an einer Serie rund um das Thema Schlaf, Träume, etc. arbeiten und hab dazu natürlich meine konkreten Vorstellungen, nur – es fehlt mal wieder an Gelegenheiten zur bildlichen Umsetzung meiner schrägen Gedanken.

hot dreams, cold feet

Nunja – der Fuß kam mir vor die Linse – ist ja auch ein Schlaf-Klassiker. Mir als Mann wird sich niemals erschliessen, wie man ständig kalte Füße haben kann und dann auch noch im Bett Socken trägt…

Watch

watch

Welche ist nun die Schokoladenseite?

Ein weiteres Kinder-Portrait des “Schnutenkönigs”, entstanden mit der Olympus OM-4 auf Jungfernfahrt.

Think

Think

Familienzuwachs

Wenn ich den einen oder anderen Familienzuwachs bereits verlauten lies, mit Portraits der zugelaufenen Liebchen war ich bislang zögerlich. Dann wollen wir das mal nachholen und so gehts los:

Voigtländer BrilliantZunächst wäre die Voigtländer Brilliant zu nennen. Hier in der slawischen Version, wie man am Text der Entfernungseinstellung erkennen kann. Die Voigtländer wurde 1932 an den Markt gebracht, hat immer noch ein fantastisch helles Sucherbild und gehört zu den so genannten TLR (Twin-Lens-Reflex) – Kameras. Die Modelle ab 1937 hatten keinen Metallbody mehr, sondern wurden aus Bakelit gemacht.

Genos BoxDann wäre da die Genos Box. Erschienen im Jahr 1949. Mit einem Gehäuse aus Bakelit, riesigem Brilliantsucher und noch ohne Tragebügel. Die späteren Modelle kamen unter dem Eigennamen Rapid, hatten besagten Tragegriff, später dann noch eine verbesserte Optik und ab 1954 mit einer Lichtschachtklappe auf dem Sucher.

Minolta XE-1Springen wir in die Moderne und schauen auf die Minolta XE-1. Der Evolutionsschritt zwischen der SR-T und der XD-Serie. Mir liegt die XE-1 eher als die XD-7. Sie ist angenehm schwer, robust verarbeitet und macht einfach prima Bilder. Andere haben die Kamera schon besser und ausführlicher beschrieben. Ich verweise diesbezüglich auf die Ausführungen von Eric Fiss.

Olympus OM4Nochmal einen Zacken moderner kommt die Olympus OM-4 daher. Ziemlich genau 10 Jahre nach der Minolta XE-1 auf den Markt gebracht, nämlich 1984, besticht sie immer noch durch eine durchdachte Belichtungsmessung. Neben der mittenbetonten Integralmessung kann man eine Multispotmessung mit bis zu 8 Messpunkten durchführen und hat noch eine Highlight bzw. Shadow Funktion für sehr helle bzw. dunkle Motive. Ich bin ja bereits mit der OM-2 unterwegs und jetzt noch mehr begeistert vom OM-System und den aus meiner Sichtweise hervorragenden Zuiko-Objektiven.

OM2 – R3

Oder auch wenn Buchstaben einfach harmonieren. Nach exzessiver Mittelformat-Fotografie in jüngster Zeit, war mir mal wieder nach den guten, alten 35mm. Ein kurzer Check im Fuhrpark lässt mich kurzerhand zur Olympus OM 2 greifen. Bestückt mit einer 135mm Scherbe und dem Rollei R3 im Bauch geht’s dann zur Tat.

Die Olympus ist in der Tat ein feines Stückchen Technik. Klein, handlich, tolle Verarbeitung, super Haptik, das macht richtig Spaß. Diesmal habe ich übrigens bewußt auf den externen Belichtungsmesser verzichtet und mich komplett auf die in der Kamera verbaute Lösung verlassen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Blende vorwählen, kurzer Blick durch den Sucher, die Zeigeranzeige für die passende Verschlusszeit abgelesen und nach Gefühl entweder nach oben bzw. unten anpassen, voilà.

Abgesehen von der Tatsache, dass mich der R3 mal wieder Nerven beim versuchten Einfädeln auf eine Jobo-Rolle gekostet hat und ich zum Schluß abermals auf die Schnell-Laderolle der Billigdose ausgewichen bin – die Ergebnisse sind ausgesprochen ansprechend. Erwähnte ich bereits die ISO 1600?

om2_r3_19a Guck mal, ich kann an meine Füße fassen…
om2_r3_20a …wieso gilt das nur mit ausgestreckten Beinen?
om2_r3_21a … und wer quatscht da rein?

Dann mach ich eben… om2_r3_13a … den Hechtsprung!