Die Muse ist eine launische Geliebte. Mal küsst sie einen stürmisch und unvermittelt und überschüttet einen mit ihrer Gunst, um sodann unvermittelt den Liebesentzug zu exerzieren. In meinem Kopf schwirren Fragmente von Ideen herum, aber es kristallisiert sich kein richtiges Konzept heraus. Ich sehe Bilder vor meinem geistigen Auge auftauchen und wieder verschwinden.
Es ist wie auf einer langen Reise ohne Rast. Ich habe 1001 Eindrücke gesammelt, bislang Fremdes gesehen und ausprobiert, viele Mitreisende kennen und schätzen gelernt und ganz allgemein meinen Horizont erweitert. Aber ich bin müde. Ich kann nicht ständig das Tempo halten oder steigern. Ich sollte die nächstgelegene Oase ansteuern, die Kanister wieder füllen und ein paar Datteln naschen…


