Frust

Ein schöner, kalter, sonniger Tag. Die richtige Gelegenheit Kind, Kegel und Kamera einzupacken und sich auf den Weg Richtung Süden zu machen. Die Radiodurchsagen klingen vielversprechend, kein Stau vor dem Gotthard. Also nichts wie losgefahren. Zielort Giornico. Ein kleines Tessiner Dorf mit 7 Kirchen.

St. Nicholaus bereits um 1210 erwähnt ist beeindruckend. Ein uraltes und dunkles Kirchengebäude. Am Ende des Kirchenschiffs führen links und rechts Stufen hinauf zum Chor, von den Bänken aus blickt man direkt auf die Krypta, die unterhalb des Chors mit wenigen Stufen nach unten erreichbar ist. Den Chor schmücken wunderbare Fresken und ich beginne zu fotografieren.

Soweit so gut, aufgrund der extrem dunklen Lichtverhältnisse und mangels eines mitgeführten Stativs schraube ich auf ISO 1600 und schiesse meine Serien aus diversen Winkeln. Nach ca. 20 Minuten habe ich genug Aufnahmen im Kasten und wir ziehen weiter Richtung Dorfmitte, vorbei an vielen netten Motiven bei denen ich fleissig den Auslöser betätige.

Die meißten werden es ahnen – ISO 1600 für den Rest des Tages. Dutzende Aufnahmen verrauscht und im Eimer. Frust pur. Man liest es immer wieder in den Blogs der Kollegen und es ist wahrscheinlich schon den meißten Fotografen passiert. Trotzdem ärgerlich und frustrierend.

Hoffentlich werden wenigsten die Aufnahmen aus St. Nicholaus etwas…