Maer und Mythen

Das Problem an guten Büchern ist ja, sie sind irgendwann zu Ende. Grausam – man merkt bereits beim Umblättern, dass die verbleibenden Seiten immer weniger werden und dann ist er da, der unvermeidliche letzte Satz.

Wäre alles halb so wild, wenn man sicher sein könnte, dass die nächste Schwarte, die sich auf dem Nachttisch parat gemacht hat verschlungen zu werden, ebenso gut wäre. Bloss gibt es diese Garantie leider nicht.

Ich bin bei Frau Kunsperfarben über den Titel „Die Stadt der träumenden Bücher“ gestolpert. Mal wieder. Moers hatte ich vorher schon gelesen. Neben den obligatorischen Adolf Comics waren auch schon die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär verkonsumiert und natürlich hat die Amazon Buchempfehlung mir besagte Stadt der träumenden Bücher irgendwann mal vorgeschlagen. Der Titel war aber wieder von meinem Radar verschwunden.

Jetzt also Hildegunst von Mythenmetz. Ich verzichte auf eine Zusammenfassung dieses wirklich erstklassigen Schmökers. Einfach selber lesen, es lohnt sich. Und ob das jetzt als Kinderbuch gilt, oder nicht ist nicht wichtig. Man kann von der Welt (die Tageszeitung) halten was man möchte, aber die auf dem Klappentext gedruckte Kritik trifft es auf den Punkt: Eine der grössten Liebeserklärungen an die Literatur…

Dem ist fast nichts hinzuzufügen. Bis auf die Tatsache, dass ich mal wieder zu blöd war mir mehr als ein Buch mit in den Urlaub zu nehmen und an Tag zwei schon auf dem Trockenen sass.