Es gibt es ja noch, das Bildungsfernsehen und so konnte ich gestern abend auf 3sat eine Portraitsendung über den Walliser Fotografen Alain de Kalbermatten sehen. Eine Aussage des Künstlers ist bei mir hängen geblieben.
Man muß täglich seinen Blick trainieren um das fotografische Auge nicht zu verlieren.
Bei kritischer Selbstbetrachtung kann ich immer wieder an mir selbst feststellen: ich habe tausendfach Grundsätze für ein gelungenes Bild gelesen. Einfachheit, ruhiger Hintergrund, zentrale Bildaussage betonen, etc. Wie kommt es eigentlich, dass man vielfach diese Grundsätze genau kennt und sie nachts um drei sturzbesoffen runterrasseln könnte, im entscheidenden Moment aber dann doch mal wieder versagt? Mangelnde Konzentration? Noch zu starker Fokus auf technische Dinge, die noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen sind?
Die Fotografie ist halt auch immer wieder ein Kampf mit den eigenen Unzulänglichkeiten und Erwartungen. Schließlich will ich mehr als niedliche Bilder, ich will hervorragende Bilder schaffen!


