Entwicklung

Also nicht die, im Sinne von Suppe panschen oder Regler schieben, sondern Entwicklung als Fortschreiten der fotografischen Fähigkeiten.

Am Anfang geht alles so wahnsinnig schnell. Rasanter Anstieg der Lernkurve und eindeutig sichtbare Evolution. Aber dann kommt der zähe Leidensweg. Die schnellen, einfachen Effekte diffundieren ins Nirvana, gut oder schlecht ist plötzlich nicht mehr eine primär handwerkliche Frage, sondern subjektive Dinge wie Themen, Umsetzung & Co. rücken stärker in den Vordergrund.

Stillstand und Ratlosigkeit wird jetzt kompensiert durch vermeintlich besseres oder einfach nur mehr Material, das zwar kurz ablenken kann aber letztlich keine Lösung ist. Vermutlich sind das die Phasen, in denen man die Fotografie einfach mal ruhen lassen sollte. Wäre da nicht der tief eingepflanzte Virus, der das Hirn permanent mit Gedankengängen zum Thema flutet und einfach kein Ruhe geben möchte.

Krise.

P.S.: Kreativität ist kein Talent, sondern eine Lebenseinstellung. Darüber denke ich jetzt nach.

Das Ende der Krise

Wochenend und Sonnenschein, ein Hit der Comedian Harmonists und Programm der vergangenen 2 Tage. Wie so ein wolkenloser Himmel und wärmende Sonnenstrahlen samt Aufenthalt außerhalb der Wohnung im T-Shirt doch die Gefühlslage positiv beeinflussen können.

Eigentlich wären die sommerlichen Temperaturen geeignet ein paar Outdoor-Aufnahmen mit einem textilarm gekleideten Modell zu machen, aber genau das möchte ich gerade nicht. Stimmt nicht, die Aufnahmen möchte ich schon machen, aber ich würde sie z.Zt. nicht zeigen wollen. Das ist nicht seltsam, sondern die Konsequenz daraus wie meine Fotografie wahrgenommen wird.

Um es zu erklären: wenn ich spärlich bekleidete Frauenkörper zeige, schnellen die Zugriffszahlen nach oben und die Reaktionen sind berechenbar. Das ist nicht schlimm. Natürlich ist ein positives Feedback angenehm und manchmal lechze ich förmlich danach.

Zur Zeit habe ich aber keine Lust auf die Schublade Nacktfotograf. Die Bilder der letzten beiden Beiträge sind Situationsaufnahmen, die mir gerade am Herzen liegen. Auf den ersten Blick nicht spektakulär, fotografisch vielleicht verbesserungswürdig und im Regelfall kaum wahrgenommen, aber Abbild einer alltäglichen Situation, die wiederum eine Geschichte erzählt. Und darauf habe ich gerade Lust.

Ich persönlich finde die Herausforderung solche Fotos zu machen übrigens ungleich höher als bei gestellten Aufnahmen der Kategorie Akt. Hier ist Schnelligkeit gefragt, um entsprechende Momente im Sekundenbruchteil festhalten zu können, bei schwierigen Lichtverhältnissen liegt die Latte dann noch etwas höher. Wenn da 2-5 Bilder einer Kleinbildpatrone Treffer darstellen, ist das zumindest für mich schon eine respektable Ausbeute.

Natürlich ist das wieder nur eine Phase, aber das ist ja auch das Schöne an der Hobbyfotografie. Man kann tun und lassen was man will, ist niemandem Rechenschaft schuldig und ist am Ende “nur” Knecht seiner eigenen Ideen und Ansprüche. Ich erkläre die Krise für vorübergehend gebannt.

Krise

Hach, es ist gerade mal wieder so eine Zeit, wo ich versuche mein fotografisches Unvermögen durch angedachte Gearkäufe zu kompensieren. Die Linse noch und dann machst Du die Hammerbilder. Totaler Schwachsinn, ich weiß. Mir juckt es sprichwörtlich in den Fingern, aber ich bekomme Nichts auf die Reihe. Ich will, und dann doch wieder nicht, die Zeit, das Wetter, aller Register aus der Schweinehundablage. Krise!

Mal verliert man

… mal gewinnen die Anderen!

Krise

Krise kann ein produktiver Zustand sein, man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen! (Max Frisch)