Konzertfotografie

So ab und an gönne ich mir ja mal was. Und das muss nicht immer mit Fotografie zu tun haben. Dementsprechend bin ich mit der besten Ehefrau von allen gestern abend Richtung Zürich Hallenstadion aufgebrochen, um Sting mit “Symphonicity” zu hören. Das beste von Sting mit dem Royal Philharmonic Orchestra. Ich kann nur sagen: sensationell. Klar, der Mann ist ein Routinier auf der Bühne und spult sein Programm sicher ab. Aber er ist eben auch ein herrausragender Live-Performer. Es hat sich schon so mancher Sangeskünstler auf der Live Bühne eher als stimmliche Krähe herausgestellt. Nicht so in diesem Fall. Eine Hammerstimme gepaart mit super Arrangements, tollen Solisten (o.k. beim RPO auch nicht anders zu erwarten) und einer ebenso tollen Chorus Stimme. Gegönnt hatten wir uns Plätze im Golden Circle, Reihe 7, ganz nah dran. Alles in allem also ein gelungener Abend, wären da nicht – ja wären da nicht die Fotografierenden gewesen.

Professionelle Kameras waren verboten, also ein Heer von Handy- und Kompaktkameras. 2-3 Bildchen zur Erinnerung schießen, alles klar – aber kann mir mal einer erklären, was mich dazu bewegen könnte rund 90% der Konzertdauer, abwechselnd mit Kompakt- und Handykamera zu fotografieren und zu filmen? Da bezahlt jemand einen Batzen Euros für wirkliche Top-Plätze, könnte das totale Konzerterlebnis haben und auf sich wirken lassen, singen, tanzen, wippen – aber nein, man müht sich mit seiner Kamera ab, um das “Erlebnis” dann auf einem mickrigen Bildschirm in bescheidener Qualität zu haben. Geht´s noch?

So sehr ich die Fotografie liebe – Leute, ihr habt einen Sockenschuß…!