Ich bin ja schon eine ganze Weile aus dem “Anbagger-Business” draußen. Soweit ich mich erinnere ist das bei mir allerdings auch nie mit sogenanntem Anmachsprüchen einhergegangen. Kennenlernen, sympathisch finden, Nummern tauschen, vielleicht zusammen Essen gehen und der Rest ergibt sich dann.
Ich Dummerchen, wo der Weg zum Ziel doch so kurz sein kann. Hätte ich das nur vorher erahnt.
“Du bist so süß, dass sogar Zucker seinen Job verliert – wüsste gerne mehr von Dir!”
Oh mein Gott, das Beschäftigungsaus für Zucker und der nächste potentielle Hartz4 Fall. “Du bist so süß, dass sogar Zucker seinen Job verliert” – ja, da stehen die Frauen drauf. Das ist bestimmt so eine glorreiche Weisheit des Ratgebers “So bekommst du ganz einfach jede Frau ins Bett”. Profis ergänzen gerne auch mit einem lässigen “Baby”, wahlweise zu Beginn oder Satzende.
Meine bessere Hälfte hat sich vor Lachen bald eingenässt, als sie das als Facebooknachricht bekommen hat.
Jetzt mal ehrlich liebe Geschlechtsgenossen. Das soll funktionieren? Ich hab die Nummer ja immer für ein Märchen des Frühtalk / Explosiv / Exclusiv / 24h Reportage – Verdummungsfernsehens gehalten aber offensichtlich weit gefehlt. Zugegeben, die Erfahrung des besoffenen One-Night-Stand-suchenden Discogängers fehlt mir, ich bin nicht so der Disco-Typ, aber wer soll mit der Ansage denn bitte erreicht werden? Potentielle Empfänglichkeit vermute ich bei geistig nicht ganz so gesegneten Doppel-X-Chromosomenträgerinnen, aber ganz im Vertrauen: dumm bumst gut ist ein Ammenmärchen. Vielleicht kämen dann noch extrem verzweifelte Damen in Betracht (die müssten aber schon SEHR verzweifelt sein), deren Verzweiflung vermutlich aber auch eine Ursache hat. Dann müsst ihr die Euch vorher wieder schön saufen, das funktioniert bekanntlich auch nicht wirklich gut.
Ein verdammter Teufelskreis!


