Dragon

Mein Instinkt hat mich nicht getäuscht. Die Mamiya ist ganz grosses Kino und war eine verdammt gute Entscheidung…

Ach ja, nach der Dinosaurierphase ist man übrigens aktuell in der Drachenphase – die aber sehr stark mit der “Cars” (gleichnamiger Zeichentrickfilm)-Phase konkurrieren muss. Und der Film ist ein T-Max, dezent gepusht auf ISO 800.

Körnige Nebelmöwe

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Neugierig wie ich bin, wollte ich schon geraume Zeit einen sogenannten Pyro-Entwickler ausprobieren, war die ganze Zeit auf PMK aus und habe mich im letzten Moment für Pyrocat HD entschieden. Pyro Entwickler enthalten Pyrogallol oder Brenzcatechin, diese gerben das Filmmaterial und sollen mit dieser Farbmaske für besondere Schärfe und Kornunterdrückung sorgen. Man sollte dabei einen basischen Fixierer verwenden, damit das sogenannte Stain (die Färbung) erhalten bleibt. Soweit ich das an Beispielbildern sehen konnte wird eher nicht gepusht, sondern eher gepullt, aber die Ergebnisse sahen im Regelfall sehr vielversprechend aus.

Ich also den heutigen Tag genutzt, um einen uralt HP5, der noch in einer der Yashica electros vor sich hingammelte, fertig zu belichten. O.k., Filmempfindlichkeit auf ISO800 eingestellt, d.h. das wird ein Push. Auch egal, schließlich hab ich auch keinen basischen Fixierer daheim, dann probieren wir einfach mal alles, was man normalerweise nicht macht. Einige nette Motive bei grauem Nebelwetter später, bin ich durch und der Film nach einer gefühlten Ewigkeit auf der Spule. Man hat sich mal wieder störrisch gestellt und war extrem verdreht und sperrig. Entwickelt wurde mittels Semi-Standentwicklung im Verhältnis 3:3:450. D.h., der Entwickler hat 2 Komponenten, die in sehr kleinen Mengen genutzt werden und der dritte Teil ist wie üblich Wasser.

Als der Film zum Wässern liegt lässt sich schon erkennen: von Stain nichts zu sehen, d.h. es scheint sich zu Bewahrheiten, dass der saure Fixierer die Bildung unterdrückt oder gar rückgängig macht? Da müsste ich mich nochmals schlau machen. Beim Scannen bin ich dann schließlich richtig überrascht. Von wegen Kornunterdrückung (o.k. kein Stain, trotzdem). Im Gegenteil. Korn satt, und durchaus gefällig. Leider hab ich mal wieder vergessen vor dem Trocknen Netzmittel zu benutzen und werde mit übelsten Kalkflecken belohnt, die man auf den Scans auch noch erkennen kann.

Eine spannende Kiste – mit dem Zeug werde ich auf alle Fälle weiter experimentieren

Na komm schon

Eigentlich Teil aus einer kleinen Serie. Mein Lieblingsbild hat aber keine Gnade bei der Chefetage gefunden – kann man nix machen.

Lichtfaenger

Lichtfaenger

Frikadelle extrem

Der Nachwuchs ist ja nahrungstechnisch immer mal gerne heikel. Was heute noch Leibspeise ist, wird morgen schon ohne ersichtlichen Grund kategorisch abgelehnt. Was immer geht sind Frikadellen. Dementsprechend war das Frühstücksbuffet im Hotel während des Heimaturlaubs auch ruck-zuck leergeräumt.

Extrem wird es, wenn man die Nahrungsaufnahme unter bescheidenen Lichtverhältnissen fotografisch festhalten möchte. Da hilft dann das Sahneschnittchen an Kamera/Linsen-Kombination – Zeiss Ikon ZM und 50mm C Sonnar. Ich habe es ja damals nicht geglaubt aber es juckt einen förmlich in den Fingern, die Grenzen dieses Gespanns auszuloten. Blende 2.0 ist nicht einfach, zumal wenn das Objekt der fotografischen Begierde gerne mal rumzappelt, umso mehr freut es einen, wenn es einigermaßen gelingt.
frikadelle