Es gibt Momente da trifft mal wieder alles auf einen Schlag zusammen. Ich beginne gerade mit meiner Rückbesinnung auf die analoge Fotografie und beschäftige mich das erste mal mit Filmentwicklung, da bekomme ich das Angebot zum Einstieg ins Mittelformat. Rolleiflex. Ein legendärer Name.
Es gab bei uns mal eine Rolleiflex im Familienbesitz und ich kann mich noch dunkel daran erinnern, wie ich sie betrachtete, mit dem Lichtschachtsucher gar nichts anfangen konnte und mir die vielen Räder und Knöpfe Rätsel aufgaben. Damals war ich noch Kind, hatte die Fotografie noch nicht als mein Hobby entdeckt und war froh über meine eigene Kleinbild-Automatikkamera. Mangels Interesse ist die Rolleiflex mitsamt einer Rolleicord dann irgendwann verkauft worden.
Gute 25 Jahre später ist Fotografie meine Passion. Wir buchen gerade Urlaub und haben die Kriegskasse ordentlich geplündert, das springt mir die Anzeige für eine Rolleiflex 2.8E ins Auge. Ein paar e-mails, einen Besuch in Bern und einige Scheinchen später halte ich das Prunkstück in meinen Händen. Hmmm, das hätte auch ein neues Objektiv werden können, aber was ist das schon gegen leibhaftige Fotografie-Geschichte. Nun gilt es sich in die Materie einzulesen, etwas Rollfilm bei meinem Lieblingsshop zu ordern und das Abenteuer Mittelformat kann beginnen.


