Nö, nicht das Smartphone der neusten Generation. Grossformat Fotografie. Steckt mir ja schon gaaaanz lange in der Nase und noch wehre ich mich, wenn auch zunehmend halbherzig.
Kauf Dir so ein Ding und gut ist, könnte man jetzt sagen. Ganz so einfach ist das aber nicht. Am Anfang steht die Entscheidung für ein Format. 4×5, 5×7, 8×10 und so weiter. 4×5 ist heutzutage das gängigste Format. Erforderliches Zubehör und Filmmaterial ist ausreichend und zu überschaubaren Kosten zu bekommen. Es gibt entsprechende “Field Cameras”, die mit noch akzeptablem Gewicht Mobilität gewährleisten und somit Naturaufnahmen auch noch an Orten möglich machen, die nicht gerade unmittelbar mit dem Auto zu erreichen sind.
Fraglich bei 4×5 ist allerdings, ob der Unterschied zum 6×7 Format der Pentax67 (Achtung: andere Maßeinheit!) so gewalttätig ist, dass man einen deutlichen Quantensprung sieht und spürt.
Wenn man sich in der Formatfrage nach oben hangelt, werden die potentiellen Negative eindrücklicher, das Equipment schwerer und die Luft in Sachen Preise und Verfügbarkeit ganz erheblich dünner.
Wenn wir schon beim lieben Geld sind, muss man sich auch darüber klar werden, dass die eine oder andere Nebenanschaffung notwendig wird. Mein treuer 8800f kann leider nicht mehr als Mittelformat-Negative verarbeiten, d.h. schon mal, dass ein neuer Scanner fällig wäre. Beim Vergrösserer ist auch das Mittelformat Ende der Fahnenstange und GF-Vergrösserer sind riesig und teuer!
Aber zurück zur Kamera: kaufen oder selber bauen ist ja auch noch so ein Gedankengang. Ein wenig Recherche im Internet lässt einen über einige Bauanleitungen in Sachen DIY-Grossformat stolpern, im Regelfall sind das Monorail Lösungen. Wenn man aber über eine Field Camera nachdenkt wird das ganze schon schwieriger, denn entsprechende Klapp- und Schwenkmechanismen zu bauen ist nicht ganz trivial. Hinzu kommt die Materialfrage. Wollen wir halbwegs leicht und stabil bauen würde sich Aluminium anbieten, zumindest in der Kombination mit Holz, aber auch hier bietet die Selbstverarbeitung Tücken.
Alles in allem schwierig und ich bin noch nicht wirklch weiter gekommen. Ich weiß, dass ich mich gegen die “Königsklasse” nicht auf Dauer werde wehren können, alles andere ist aber noch offen. Selber bauen wäre reizvoll, bietet ein irrsinniges Potential zum Lernen, ist aber zum Schluß mit Sicherheit nicht billiger. Alleine die Investition in Zeit, Material und Werkzeug, dann noch die potentiellen Rückschläge einkalkuliert – boah. Andererseits gibt man für so viel anderen Blödsinn Zeit und Geld aus… – hach, Entscheidungen!