Die sehr nüchterne Analyse der besten Ehefrau von allen, nach Sichtung des ersten Filmmaterials aus der Zeiss Ikon und nach einer notwendigen Zeit der inneren Sammlung aufgrund Kenntnisnahme des Kamerapreises lautete: “also ich seh da keinen Unterschied”.
Mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass ein Nicht-Foto-Verrückter das Preis-Leistungsverhältnis einer Leica, Zeiss Ikon o.ä. grundsätzlich anders bewerten wird als ein Foto-Nerd (ich habe schließlich beim Preis-Leistungsverhältnis des einen oder anderen Modeartikels ebenso meine Fragezeichen)…
Klar, man kann mit Verarbeitungsqualität, Wertigkeit des Materials etc. argumentieren, aber zum Schluß hat es mein Lieblingsfotodealer sehr treffend auf den Punkt gebracht: Erstens brauchst Du eine gewisse Zeit bist Du Dich mit der Kamera und ihren Eigenarten angefreundet hast und deine(n) passenden Lieblingsfilm(e) gefunden hast. Wen das soweit ist, wirst Du Dich mit einer solchen Kamera automatisch immer weiter in gewisse Grenzbereiche vorwagen, die Du mit einer anderen Kamera eben so nicht bedienen kannst, und spätestens dann wird man es Deinen Bildern auch ansehen.
Mit dem Argument werde ich zwar an der heimischen Front nicht unbedingt weiter kommen aber mein Gewissen aufgrund des grausam geschlachteten Sparschweins lässt sich damit hervorragend beruhigen. Und letztlich muß man auch nicht alles immer sachlich begründen können. Wie heißt es in der Werbung so schön? Ich brauch es nicht unbedingt, aber ich will es!


