Black hole sun

Sensationelles Winterwetter, sprich auch sensationelles Fotowetter. Gesagt, getan. Den Junior auf den Schlitten gepackt mit der besten Ehefrau von allen an der Seite, geht’s ins heimische Winterwunderland. Im Rucksack die gute, alte Rolleiflex und neben SW auch ein Farbfilm. Ich will, dass der blaue Himmel auch blau aussieht.

Nach vielversprechendem Beginn und einem anstandslos durchlaufenden Fuji Pro 160c, trat die Flex dann in den Kältestreik. Hängendes Filmzählrad und somit auf 3 Bilder beschränkte Ausbeute. Unter anderem der Frontalblick in die Sonne. Mehr Gegenlicht geht jetzt wirklich nicht…
Black hole sun

Musik: Black hole sun – acoustic version

Alles dicht

Die Lichtdichtungen an den letzten 3 Neuerwerbungen sind gewechselt und haben alle einen Testfilm gesehen. Resultat: alles dicht!

Bei der Gelegenheit sind mir mal wieder verschiedenste Aufnahmefehler von mir aufgefallen. Unter anderm aus der Reihe: verlass dich nie auf den eingebauten Belichtungsmesser, wie war das nochmal mit Gegenlicht,… Jetzt muss ich das bloss im Hinterkopf behalten, dass die anstehende Testreihe mit dem U125 ordentlich wird. Ich kann mich bloss noch nicht entscheiden welche Kamera ich mit ihm füttere.

Lust, Frust, Experimente

Da die Rolleiflex 2.8 E Xenotar ja noch ein Geschwisterchen hat, musste auch dieses seine ersten Gehversuche mit dem Rollei R3 machen und seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Die 3.5 Planar wurde extra auf einen Business-Trip mit genommen, um in einer freien Minute zwei, drei Testschüsse in freier Wildbahn machen zu können. Kneipenbesuch, Landschaftsaufnahme sowie Selbstportrait in mühsamen Aufbau (angeklebter Luftballon zwecks Fokussierung, Abfotografieren des Sucherbildes mittels Digicam, …), es wurden keine Kosten und Mühen gescheut.

Bei der Entwicklung dann die Ernüchterung. Den ersten 6 belichteten Bildern folgte nichts mehr. Ein weisser, unbelichteter Streifen Film. Frust -das ganze Gassiführen umsonst. Nachdem ich mir das in der ersten Schrecksekunde nicht erklären konnte fiel mir ein, dass ich sämtliche Aufnahmen entweder mit Kabelauslöser, oder mit ebenfalls aufgedrehtem Selbstauslöser gemacht hatte. Also folgten zwei, drei Trockenübungen. Zumindest beim Selbstauslöser habe ich herausgefunden, dass man den Dorn unterschiedlich lang einstellen kann und dies zur Auslösung führt oder eben nicht. Halt, das stimmt so nicht ganz: Je nach Dorneinstellung löst die Kamera einmal inklusive Blendenöffnung und einmal ohne aus. Ausserdem kann man den Sicherungshebel der Kamera auf “gesichert” stellen, was gemäss Handbuch bei einer Auslösung mit dem Kabel gemacht werden sollte.

Soll das mit anderen Worten heissen, wenn ich den Kabel- oder Aufdrehselbstauslöser nicht tief genug drücke, löst die Kamera zwar aus und bewegt das Zählwerk aber öffnet keine Blende? Wissen da die Rolleiflexexperten etwas?

Wie auch immer – nachfolgende Bilder sind aus der Reihe der ersten 6 belichteten Bilder. Ich kann bislang keinen Unterschied in der Abbildungsqualität zwischen dem Zeiss und dem Schneiderobjektiv der Xenotar erkennen. Wie man sieht sind zwei Gegenlichtaufnahmen dabei – verbesserungswürdig aber ich glaube mit dieser Lichtsituation werde ich demnächst ein paar mehr Experimente machen.