Entwicklung

Also nicht die, im Sinne von Suppe panschen oder Regler schieben, sondern Entwicklung als Fortschreiten der fotografischen Fähigkeiten.

Am Anfang geht alles so wahnsinnig schnell. Rasanter Anstieg der Lernkurve und eindeutig sichtbare Evolution. Aber dann kommt der zähe Leidensweg. Die schnellen, einfachen Effekte diffundieren ins Nirvana, gut oder schlecht ist plötzlich nicht mehr eine primär handwerkliche Frage, sondern subjektive Dinge wie Themen, Umsetzung & Co. rücken stärker in den Vordergrund.

Stillstand und Ratlosigkeit wird jetzt kompensiert durch vermeintlich besseres oder einfach nur mehr Material, das zwar kurz ablenken kann aber letztlich keine Lösung ist. Vermutlich sind das die Phasen, in denen man die Fotografie einfach mal ruhen lassen sollte. Wäre da nicht der tief eingepflanzte Virus, der das Hirn permanent mit Gedankengängen zum Thema flutet und einfach kein Ruhe geben möchte.

Krise.

P.S.: Kreativität ist kein Talent, sondern eine Lebenseinstellung. Darüber denke ich jetzt nach.

Evolution

Es ist schon viel über fotografische Krisen gesprochen bzw. geschrieben worden. Ich würde nicht meinen mich aktuell in einer solchen zu befinden, vielmehr warte ich gerade auf den nächsten fotografischen Evolutionssprung.

Wenn ich mit mein Bildwerk auf der Zeitreihe betrachte kann ich sehr wohl eine Entwicklung feststellen. Natürlich habe ich immer wieder den einen oder anderen Fehlgriff getan, keine Frage, im grossen und ganzen würde ich aber behaupten mich immer wieder verbessert zu haben.

Waren vor einem oder zwei Jahren diese Evolutionssprünge noch spürbarer und in kürzeren Abständen, so lassen sie heute verdammt lange auf sich warten. Oder hat sich die Wahrnehmung verändert bzw. ist es nur die Frage, dass man im Nachhinein immer klüger ist? Ich weiss es nicht.

Nach wie vor liebe ich es ja, durch Bildbände zu stöbern und die grossartigen Fotografien mehr oder weniger bekannter Künstler zu betrachten. Dabei weiss ich selbstverständlich, dass dies oft nur der Extrakt von 1000 oder mehr Versuchen ist und die Reduktion auf die absolut besten Ergebnisse. Trotzdem kann ich mich oft genug nicht gegen das aufkeimende Gefühl des Unerreichbaren wehren, gegen den Eindruck nur eine mickrige Flamme gegenüber einem fotografischen Leuchtfeuer von Könnern zu sein.

Ich denke Selbstzweifel sind erlaubt und eine Begleiterscheinung, die alle Kreativen, nennen sie selbst sich nun Künstler oder nicht, kennen. Wie heisst es so schön, der Fortschritt ist nicht aufzuhalten, man muss ihm nur genug Zeit geben.