Gedankenkarussell. Mal wieder. Wohin soll die Reise gehen? Fotografisch habe ich zwischenzeitlich vieles ausprobiert, einigers erreicht und doch habe ich immer wieder das Gefühl noch ganz am Anfang zu stehen.
Was sich merklich verändert hat sind meine Schwerpunkte. Ich muss einfach nicht mehr zwanghaft jede Kamera ausprobieren und haben. Klar, der technische Aspekt bleibt immer spannend, sei es auf der Hardwareseite oder in Sachen Chemiegepansche, und ab und an “Spielen” wollen ist ja auch legitim. Trotzdem wird aktuell das Bild, seine Inhalte, die Gestaltung und Aussage wichtiger. Ja, ich denke mir jetzt auch teilweise was bei meinen Bildern und das war nicht immer so.
Möglicherweise nur eine Phase kommt mir auch mehr und mehr die Lust am gedruckten oder ausgearbeiteten Print. Der schnelle Scan zum Zeigen ist einfach kein Vergleich zum “Produkt” in der Hand. Tja, und wie bringt es die Damenwelt richtigerweise auf den Punkt? Size matters! Ich kann mich nicht satt sehen an immer grösseren Formaten. Am Wochenende hatte ich Gelegenheit in einer Galerie in Zürich Alpenszenerien in Meterformaten zu sehen. Ein Traum! Manche Motive wirken einfach durch ihre schiere Größe nochmals ganz anders. Insgeheim hab ich mir sofort die Frage gestellt, ob sich sowas im herkömmlichen Silberprintverfahren bewerkstelligen lässt. Wer bitte hat so gigantische Wannen, ganz abgesehen vom Handling des Papiers? Das kann man alleine wahrscheinlich überhaupt nicht mehr bewältigen…!
Wenn auch völlig veraltet und unzeitgemäß, vor allem vor dem Hintergrund der Leistungen heutiger digitaler Druckmöglichkeiten, werde ich mich in nächster Zeit verstärkt der Dunkelkammertechnik widmen. Ich mag einfach den handwerklichen Aspekt und ich will / muß Dinge im wahrsten Wortsinne “Begreifen”. Ganz abgesehen davon gibt es neben einem guten Buch kaum eine bessere Möglichkeit vollkommen abzuschalten und die Zeit zu vergessen.
Der medidative Aspekt der Fotografie, vielleicht schreibt ja mal jemand ein ebook darüber


