Vielleicht werde ich zu alt und meine Streitlust schwindet mit abnehmendem Testosteronspiegel, aber dieses Forengewäsch über Pro und Contra analoger vs. digitaler Fotografie, Berechtigung von HDR oder was der Geier, lockt mich überhaupt nicht mehr hinter dem Ofen hervor.
Ich will und muß die Welt nicht von den Vorzügen der von mir präferierten Fotografie überzeugen, im Rechtfertigungszwang bin ich schon gar nicht und wenn ich wirklich Lust auf Streit habe frag ich die beste Ehefrau von allen, ob die Schokolade in letzter Zeit besonders gut geschmeckt hat.
Wie? Gerade noch beschwert, dass es nur noch selten zum Gespräch kommt und jetzt eine Breitseite gegen das palavernde Volk? Ja, denn das Gespräch sollte dialogisch ausgerichtet sein und was man im Regelfall in vorgenannten Foren findet, ist gekennzeichnet von selektiver Wahrnehmung, professionellem Nichtzuhören bzw. -lesen und monologisierender Selbstbeweihräucherung und Ignoranz. Wenn alle Stricke reißen wird dann gerne mal die Beleidigungskarte gezogen. Menschlich nachvollziehbar, für kurze Zeit vielleicht amüsant aber für mich nur noch langweilig.
Jetzt stellt Euch doch nur mal vor, all die Zeit und Energie fokussiert auf die Fotografie, wir würden in ein ungeahntes Mekka phantastischer Kunstwerke eintauchen! Und dann der Austausch über Techniken und Möglichkeiten, nicht um sie zu verdammen, sondern sich gegenseitig zu übertreffen, zu lernen und noch Größeres zu schaffen. Naiv, ich weiß. Sagte ich bereits, die Hoffnung stirbt zuletzt?


