Die kleine Russin

Ich wusste bislang noch nicht, dass man einen Filmstreifen auch in der Kamera schreddern kann, aber man lernt bekanntlich ja nie aus. So geschehen bei meinem erneuten Anlauf mit der Kiev 10.

Nachdem die kleine Russin sich ja anfangs geziert hatte und ihre Knöpfe und Hebel nur ausgesprochen unwillig drücken lassen wollte, lief ihre Mechanik nach rund 500 Leerauslösungen schon wesentlich geschmeidiger. Das Problem mit dem Filmtransport wurde durch etwas biegen an der Andrückplatte beseitigt und der abgedrehte Objektivring lies sich dank 3er Microschrauben (Russenmechanik!) wieder befestigen. Da ich ihr nicht gleich einen guten R3 zum Frass vorwerfen wollte wurde der kurzerhand beim Fotohändler um die Ecke besorgte Fomapan 400 eingelegt und losgezogen.

24 Bilder mit lediglich 3 leichten Hängern beim Aufzug, akzeptabel. Tja, beim Rückspulen mittels Handkurbel gab es dann aber leider dieses hässliche Geräusch reissenden Films. Aua. Die komplette obere Transportreihe durchgerissen – könnte aber mein Bedienungsfehler gewesen sein…

Wie auch immer, Foma wird glaube ich nicht der Film meiner Wahl, aber trotzdem unten zwei kleine Beispiele.