Spende No 1

So, die erste Spende ist eingetroffen und ein dickes Danke geht an Frank, der seinen Keller und Gefrierschrank geplündert hat und den Inhalt dankenswerterweise mir zur Verfügung stellt. Wir konnten uns kurzfristig in Darmstadt zur Fotobörse treffen und noch eine Runde nett quatschen und Kaffee trinken. Frank, besten Dank nochmals und ich werde über die Ergebnisse zu berichten wissen!

Wie hier bereits geschrieben: wer seine Papier- oder Filmbestände mangels Verwendung loswerden möchte. Ich, als ewiger Experimentator hätte Verwendung und nehme sie gerne…

Occupy

Manchmal lohnt es sich ja vom Weg abzukommen und sich auf nicht ausgetretenen Pfaden voran zu kämpfen. Im mehrfachen Sinne.

Hier bekommt ihr im Hintergrund eine Idee, wie steil mein gestriger Anstieg durch die Prärie war…

Stairs with a view

Das meine Kondition schon mal besser gewesen ist, war mir klar. Dass sie sich so hundsmiserabel darstellt, dass ich nach 2 Stunden Bergwandern total am Allerwertesten bin – wer hätte das gedacht. Naja, vielleicht hätte ich die erste halbe Stunde dem Wanderweg folgen sollen. Irgendwie war ich zu doof die Wegmarkierungen zu sehen und bin erstmal quer durch die Prärie gelaufen. Mit war klar, ich muss den Berg rauf, also durch den Wald, auf rutschigem Laub, losen Geröllbrocken und einer Steigung von mehr als 45 Grad. Mahlzeit. Als ich dann endlich den offiziellen Wanderweg wieder erreicht hatte, war ich schon total aus der Puste. Das auf den Rücken geschnallte Beast samt 55er Linse und die ZM für die Kleinbildimpressionen machten es auch nicht einfacher.
Read More…

Bust

Ich wollt meinen Schädel ja schon immer mal als Büste sehen… Nein, Spass. Das ganze wird ein Experiment. Ich will das Portrait (schon bewusst in dieser “Büstenform” gewählt) als VanDyke umsetzen und dabei eine Technik ausprobieren, die ich mir ausgedacht habe. Keine Ahnung ob das funktioniert.

Das Selbstportrait ist leider nicht ganz so messerscharf geworden wie ich mir das vorgestellt habe, aber für meine Zwecke wird es reichen. Mehr dann, wenn mein Experiment erfolgreich war…

SL Black Edition

Die Krone des Mittelformats. Für viele ist das der Schwedenwürfel. Ich habe mich nie richtig in ihn verliebt. Mein Herz schlug und schlägt für das etwas brachialere Äquivalent zur 500er Hasselblad-Serie, nämlich der SL66 aus der Braunschweiger Rollei Schmiede.

Pros und Contras beider Kameras zu suchen und zu vergleichen ist meiner Meinung nach sinnlos. Beide haben hervorragende Objektive (Zeiss), die sich nichts geben. Der wesentliche Unterschied liegt im Verschluss. Schlitzverschluss bei der Rollei, Zentralverschluss bei der Hassi. Das erlaubt der SL immerhin 1/1000 Verschlusszeit (der Schwedenwürfel schafft das nicht ganz) und Retrostellung des Objektivs für Makroaufnahmen, dafür aber auch hundsmiserable Werte bei der Blitzsynchronisierung nämlich nur 1/30. Ausserdem ist die Rollei ein Schwergewicht im Vergleich zur Hassi und das hält ganz viele Leute ab.

Für mich ist es genau einer der Gründe, warum ich die SL66 liebe. Sie liegt satt in der Hand und ist für mich hervorragend zu bedienen (viele finden sie total umständlich). Ich mag etwas gewichtigere Kameras, da ich selten mit Stativ arbeite und eine schwerere Kamera mehr Stabilität liefert und ruhiger zu halten ist. Ausserdem liebe ich die Möglichkeiten der Spielerei mit Scheimpflug und ganz persönlich: sie liefert die brutal schärfsten Bilder, die ich in 6×6 kenne. Ich hab ja auch mal gelesen, dass bis auf 2 Kunststoffteile an der SL alles aus Metall sein soll. Ob das jetzt nur ein Gerücht ist, kann ich nicht weder bestätigen noch dementieren. Ich werde die SL aber definitiv nicht zur Kontrolle auseinander bauen.

Jetzt also in der E Ausgabe, samt integrierter Belichtungsmessung und in schlankem schwarz. Rund 2000 davon sind von 1982 bis 1992 gebaut worden. Der Verkaufspreis im September ’92 betrug wohl rund DM 8.000 / $ 4.000. Wenn man sich mal überlegt, was seinerzeit der durchschnittliche Monatslohn war…

Ich bin auf alle Fälle froh eines der Schätzchen nunmehr mein nennen zu dürfen.