Natürlich möchte ich nicht, dass die Filmfotografie ausstirbt, sie ist meine Fotografie, aber sich in den Chor der panikgeplagten Seelen einreihen und geschlossen “früher war alles besser” skandieren und über die bösen Hersteller und die noch viel böseren Digitalfotografen schimpfen und sich kollektiv im Elend ergehen? Nein, alles Scheiß’ mit Verlaub.
Ja, ich vergieße auch das eine oder andere stille Tränchen, wenn sich ein liebgewonnener Film verabschiedet, aber ich hatte meinen Weg mit ihm, hatte im Zweifelsfall viel Freude und alles im Leben ist vergänglich wie wir wissen.
Ich sehe keinerlei Veranlassung mit der Filmfotografie aufzuhören, selbst wenn es in 10 Jahren kein entsprechendes Material mehr gäbe. Warum auch? Es wird ja gerne mit der Kostenkeule argumentiert, die ich so gar nicht nachvollziehen kann. Die Mehrheit meiner Apparatearmada kostet einen Bruchteil eines up-to date Digitalmodells und sämtliche fotografische Ausrüstung zusammengenommen war eine kleinere Investition als ein aktuelles Vollformatmodell digitaler Natur, mit dem Unterschied, dass mein analoges Vollformat im Regelfall schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel hat und auch noch die nächsten Jahre schnurrt. Aber ich schweife ab und erwische mich, die Vorzüge meiner Schätzchen zu preisen
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Alles was ich Euch Filmfotografierenden sagen möchte ist: lebt im Jetzt. Noch gibt es Film in Hülle und Fülle und wenn das irgendwann mal nicht mehr so ist, finden wir halt etwas Neues. Oder produzieren selbst – impossible und so. Wenn Ihr mal überlegt wie viel Kohle ihr in technische Gadgets investiert, die eine Halbwertszeit von vielleicht 1-2 Jahren haben und dagegen rechnet wie viel Freude Euch die Filmfotografie schenkt, ganz abgesehen davon was ihr fotografisch alles mit ihr lernen könnt, ist der Geldgedanke keinen Pfifferling wert.


