Manche Dinge sind schon vor Jahr und Tag geschrieben worden und haben immer noch ihre uneingeschränkte Berechtigung. Herr Feiniger in seinem Buch “Die neue Foto-Lehre”, Econ Verlag, 1965, Kapitel: Fotografie als Hobby, Seiten 21f:
“Wer Erfolg als Amateur haben will, muß stolz auf seine Arbeit sein, und die Arbeit muß ihm ein Gefühl der Genugtuung verschaffen. Das kann man nur erreichen, wenn man nicht imitiert, sondern Eigenes schafft (…) Nur sehr wenige Amateure sind sich über ihre einzigartige Situation klar und nutzen sie aus. Die meisten sind unentschlossen und fotografieren ohne Zweck und Ziel. Deshalb suchen sie verzweifelt nach Anleitungen (…) Hat sich ein Fotograf erst einmal auf dieses Niveau des Wettstreits begeben, so wird er sehr wahrscheinlich als Mitglied einer jener “Gesellschaften für Bewunderung auf Gegenseitigkeit” enden (…) Hören Sie auf Kritik, aber prüfen Sie diese Kritik sorgfältig, und nehmen Sie nur den Ratschlag an, von dem Sie überzeugt sind, daß er für Sie, für Ihre Art der Arbeit Ihr Temperament und Ihre Persönlichkeit, für Ihre Ziele gültig ist.”
Gesellschaften für Bewunderung auf Gegenseitigkeit wird mein neuer Lieblingsbegriff werden, ansonsten ist dem ist nicht hinzuzufügen bis auf vielleicht: lest mehr alte Fotobücher!


