Filmschrott

Es gibt Dinge, die sollte man tunlichst unterlassen. Zumindest wenn man ein einigermassen ausgeprägtes Interesse am häuslichen Frieden hat. Vermeidenswert ist demnach, auf familiäre Feiertagsveranstaltungen, ausschließlich mit Filmkameras bewaffnet zu gehen. Die sich nach 2 geschrotteten Filmen (wobei ich bei einem unschuldig bin, wirklich…) zwangsläufig abzeichnende Diskussion nach dem Spruch: “hättest Du digital fotografiert, wäre das nicht passiert” kann den vorgenannten Familienfrieden empfindlich für 1-2 Tage stören.

In der Tat habe ich gerade Ärger mit meinen nicht vorhandenen Entwicklungsergebnissen. Nicht vorhanden, weil ich aus welchen Gründen auch immer keine 35mm Filme mehr gescheit auf die Spule bringe. Nach dem halben Film oder ein wenig mehr verhakt sich die ganze Kiste irgendwie und nichts geht mehr. Zig mal im Wechselsack Spule aufmachen, von vorne anfangen, hat auch nichts gebracht, es bleibt beim gleichen Problem. Irgendwann sind die Hände dann so schwitzig, dass der ganze Film zusammen klebt und voilà – Negativschrott.

Wenn Kleinbild schon nicht funktioniert hab ich mich heute mal testweise an einen neuen MF-Film gewagt, den Efke 100. Bei der Gelegenheit hatte ich auch ein Aha-Erlebnis, was die Nutzung von Gelbfiltern bei Himmelsaufnahmen angeht. Ich gebe ja zu, bei manchen Dingen kratze ich immer noch an den Basics rum ;)

IchEin abschließendes Urteil über den Efke kann ich noch nicht abgeben, der Film ist interessant und lohnt noch ein paar Experimente, aber kann es sein, dass er der totale Staubmagnet ist? Man sehe sich das Konterfei dieses hübschen Kerls an und vergesse mal den Schattenwurf von Brillengestell etc. Übersät von Staubpartikeln, da wird das weg retuschieren zur Tagesarbeit.