Vorauseilender Ungehorsam

Ich weiß schon – das ist eher was fürs Familienalbum. Wer Nachwuchs hat, kann zumindest die Geschichte zum Bild erahnen…
Vorauseilender Ungehorsam

Tri-X@400; Minolta XE-1; Rodinal Standentwicklung

Familiengeschichte

Ich habe an anderer Stelle schon mal eine gewisse genetische Disposition für meine fotografische Begeisterung herangezogen. Zeit den Dingen auf den Grund zu gehen. Die vor einigen Wochen so nebenbei geäusserten Geschichte, dass mein Opa wohl einige Zeit als Fotograf arbeitete, hat nun etwas Fleisch bekommen.

Es ist die Geschichte eines Mannes, der 2 Weltkriege erlebte, als Musiker seine Chancen vertan hatte, in einem grossen Rundfunkorchester unter zu kommen, und sich dank seiner künstlerischen und handwerklichen Fähigkeiten mit Beziehungen über 3 Ecken, als Fotograf für ein grosses Industrieunternehmen verdingen konnte. Das Fehlen eines entsprechenden Ausbildungsbriefes und der finanziellen Mittel einen solchen nachzuholen, zwangen ihn schliesslich zum Wechsel. Vom Fotolabor an die Drehbank…

Ich bin sehr glücklich, dass noch ein Bild aus dieser Zeit existiert…

Schade Opa, dass Du nicht mehr erleben konntest wie Deine Geschichte weiter lebt.

Besinnung auf Luxus

Wenn ich versuche dem Obligatorium des Besinnlichen zum Jahreswechsel gerecht zu werden, dann sind es keine milden Formulierungen, an die ich zuerst denke. Das Jahr war hart. Verdammt hart. 10-15 Stunden tägliche Arbeit eher Norm als Ausnahme und keine Besserung in Sicht. Für Besinnlichkeiten ist da wenig Platz. Viel mehr stellt man sich der Frage nach Sinn und Unsinn des arbeitstäglichen Tretmühlendaseins. Was möchte man wirklich erreichen, mit welchem Aufwand und zu welchem Preis? Wieviel positive Energie steckt in monetärem Luxus gegenüber einer grösseren Selbstbestimmung freier Zeit- und Inhaltsgestaltung? Wieviel Arbeit, Familie, Freizeit möchte man haben?

Elementare Fragen des Lebens!

Was ich sofort beantworten kann: ich hätte gerne mehr Zeit zum Fotografieren!