Evolution

Es ist schon viel über fotografische Krisen gesprochen bzw. geschrieben worden. Ich würde nicht meinen mich aktuell in einer solchen zu befinden, vielmehr warte ich gerade auf den nächsten fotografischen Evolutionssprung.

Wenn ich mit mein Bildwerk auf der Zeitreihe betrachte kann ich sehr wohl eine Entwicklung feststellen. Natürlich habe ich immer wieder den einen oder anderen Fehlgriff getan, keine Frage, im grossen und ganzen würde ich aber behaupten mich immer wieder verbessert zu haben.

Waren vor einem oder zwei Jahren diese Evolutionssprünge noch spürbarer und in kürzeren Abständen, so lassen sie heute verdammt lange auf sich warten. Oder hat sich die Wahrnehmung verändert bzw. ist es nur die Frage, dass man im Nachhinein immer klüger ist? Ich weiss es nicht.

Nach wie vor liebe ich es ja, durch Bildbände zu stöbern und die grossartigen Fotografien mehr oder weniger bekannter Künstler zu betrachten. Dabei weiss ich selbstverständlich, dass dies oft nur der Extrakt von 1000 oder mehr Versuchen ist und die Reduktion auf die absolut besten Ergebnisse. Trotzdem kann ich mich oft genug nicht gegen das aufkeimende Gefühl des Unerreichbaren wehren, gegen den Eindruck nur eine mickrige Flamme gegenüber einem fotografischen Leuchtfeuer von Könnern zu sein.

Ich denke Selbstzweifel sind erlaubt und eine Begleiterscheinung, die alle Kreativen, nennen sie selbst sich nun Künstler oder nicht, kennen. Wie heisst es so schön, der Fortschritt ist nicht aufzuhalten, man muss ihm nur genug Zeit geben.