Es ist immer wieder erstaunlich wie intensiv sich Leute mit der Effizienzfrage von Dingen beschäftigen können und einen nahezu missionarischen Eifer an den Tag legen, die Menschheit von ihrer Sichtweise zu überzeugen (was by the way ausgesprochen ineffizient ist, weil per Definition zum Scheitern verurteilt).
Iphone vs. Android, Ipad vs. Netbook, Leica M9 vs. DSLR o.ä., die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Da werden sklavisch Features miteinander verglichen, in Relation zum Preis gesetzt, in epischer Breite gestritten und sich gerechtfertigt. Mag sein, dass das Diskussionkultur ist und das Miteinander ausmacht. Aus meiner Sichtweise wird aber ein Fakt immer wieder gerne vernachlässigt:
Man kann sich doch einfach an Dingen erfreuen. Weil sie hübsch sind und den zugedachten Zweck aureichend erfüllen. Das mag dann auch mal Luxus sein, aber mir mag nicht in den Kopf warum Luxus ein Grund zur Rechtfertigung sein muss und immer gleich den Stallgeruch des Üblen mitbekommt. Der Hunger in Afrika ist eine Killerphrase, mit der ich alles erschlagen kann.
Ich habe gerade ein recht teures Schreibgerät geschenkt bekommen, das vermutlich keinerlei Effizienzkriterien genügt, an dem ich mich aber jeden Tag freue, wenn ich es nur in die Hand nehme oder auch nur betrachte. Weil es ein hübsch verarbeitetes Kleinod ist, das sich gut anfühlt und edel aussieht. Es ist ein kleines Mosaiksteinchen meines täglichen Wohlgefühls und für mich damit effizient genug.


