Er ist vollbracht, der Wiedereinstieg in die analoge Fotowelt. Zum Abenteur Filmentwicklung hab ich mich ja bereits geäußert und auch meinen Einstieg ins Mittelformat hinausposaunt, aber jetzt stehe ich vor einem neuen Problem: wie komm’ ich an die Positive?
Die Negative sind entwickelt, geschnitten und lagern sorgfältig umhüllt in ihren Ordnerhüllen. Zum ausgiebigen Betrachten ist das aber ein wenig unbefriedigend. Ich will ja nicht Rätselraten sondern richtige Bilder. Was also tun? Zum Fotofachgeschäft meines Vertrauens und Abzüge ordern? Die Chemiepanscherei gleich richtig aufziehen und selbst für Papierbilder sorgen? Oder ganz zeitgemäß in Hybrid denken und Negative digitalisieren. Schließlich will ich ja im Internet präsentieren.
Ein erster Blick auf das Angebot an Scannern offenbart: ganz billig würde das Vergnügen nicht (was konnte man auch anderes erwarten
). Neben der Frage, ob ich selber aktiv werde oder einen Dienstleister im Anspruch nehme (das hängt wohl maßgeblich vom zukünftigen Scanvolumen aufgrund analoger Fototätigkeit ab), gilt es bei Anschaffung des notwendigen Stück Hardware zwischen klassischem Flachbettscanner mit Mehrfachverwendungsmöglichkeit und spezialisiertem Filmscanner für optimierte Ergebnisse zu wählen.
Als Flachbettscanner ist wohl ein Typ von Epson recht häufig im Einsatz, mit dem o.g. Charme der Verwendung für 35mm und Mittelformat. Als klassischer 35mm Filmscanner hat sich wohl Nikon, mit einem Gerät namens NikonCoolscan 5000 etabliert.
Wenn ich schon Geld in die Hand nehme, neige ich ja dazu mir etwas halbwegs vernünftiges zu gönnen, um nicht nach 2 Monaten resigniert zu sagen “Hätt ich doch die x-Euro/Franken mehr in die Hand genommen…”. Wobei, 2000,- Euro für ein Nikon Gerät sind mir etwas üppig, zumal ich dann die Mittelformat-Thematik noch nicht gelöst hätte. Ich tu mich ja auch immer schwer mit solch Formulierungen “dem nicht zu anspruchsvollen Nutzer ohne professionelle Ambitionen mit gelegentlicher Nutzung werden Qualität und Geschwindigkeit ausreichen”. Was heißt das denn? Ich hab zwar keine professionellen Ambitionen aber wie definiere ich jetzt meinen Anspruch an die Scanqualität – ich will einfach gute Scans – Basta!
Aufgrund der vorliegenden Testberichte würde ich ggf. zu einem solchen Gerät tendieren, ohne jedoch einen blassen Schimmer zu haben. Das wäre Vertrauen auf Testberichte. Aber welchen Stellenwert wird meine Mittelformatfotografie zukünftig haben und wie äußert sich das mengenmässig?
Ich könnte mal wieder Hilfestellung gebrauchen. Wer bietet Erfahrungswerte? Wer hat Ideen in Sachen Eierlegende-Wollmilchsau für das kleine Budget?


