Man sollte ja sein Glück nicht überstrapazieren. Die letzte C41 Entwicklung noch in Erinnerung, dachte ich mir “die Chemie ist noch in Ordnung, aber machen wir ruhig einen Testfilm vorab.”
Gesagt, getan, der Junior ist immer wieder ein dankbares Modell und schon hatten wir einen Testfilm im C41 Bad. Wie auch bislang gehandhabt, wurde der Entwickler frisch angesetzt, mit Bleiche, Fixierer und Stabi-Bad sollte ich doch noch hinkommen, und in der Tat kam mir der Testfilm 1a aus der Rolle entgegen.
Dann kann mit den wertvollen Urlaubsfilmen ja nichts mehr schief gehen. Also flugs die Rolle mit zwei Spulen befüllt, und auf ein Neues. Um beim Entnehmen böse von einer grünlich-blauen Trägerschicht überrascht zu werden. Wo bleibt mein sattes Orange? Bitter, wenn sich die Grenzen der Chemieverwertbarkeit gerade in dem Moment einstellen. Waren das demletzt nicht mehr Filme, die ich entwickeln konnte?
Nunja, nach 2 Minuten Gebrüll, weiteren 10 Minuten extrem schlechter Laune komme ich zu dem Schluß: erstens wieder was gelernt. Das nächste mal nicht mehr als 5 Filme. Basta. Zweitens, schauen wir doch mal was bei der Cross-Unfall-Chemiescheisse rumgekommen ist. Demnächst verkaufe ich dann meine Chemieabfälle als Kreativentwickler
Und wenn alle Stricke reißen kann ich die Bilder immer noch schwarz-weiß umwandeln. Gut, jetzt sehe ich halt nicht wie der Fuji Superia wirklich aussehen soll, aber ich hab ja noch ein paar Reserven…


