Jetzt mal Butter bei die Fische

Fotomagazine – zumindest sind wir uns wohl weitestgehend einig was wir nicht wollen. Soweit so gut. Aber was wollen wir denn nun? Füttern wir das Thema doch mal mit ein paar Fragestellungen:

  • sollte sich ein Magazin an alle oder eine bestimmte Fotografengruppe richten? (Stichwort analog vs. digital)
  • möchte ich vorrangig Bilder sehen, oder auch Text lesen?
  • falls ich Text lesen möchte, was sollte der Inhalt sein?
  • kann ein Magazin die Zielgruppe Amateur und Profi gleichermassen bedienen?
  • falls ja, warum? falls nein, ebenfalls warum?
  • welchen Stellenwert soll Technik / Equipment haben? Überhaupt einen?
  • Der Himmel-blau Workshop nervt uns ja, braucht´s Tutorials?

Abgesehen von der organisatorischen und finanziellen Herausforderung, die ein solches Vorhaben mit sich bringt, wäre der ultimative Startpunkt für ein solches Projekt wirklich zu verstehen was die Zielgruppe will.

Also raus damit, was wollt ihr?

Bunter Blätterwald

Sind die klassischen Printmedien im unaufhaltsamen Sinkflug? Die Diskussion läuft, zumindest in der Schweiz, in schöner Regelmässigkeit. Gratiszeitungen, wie sie an jeder Haltestelle ausliegen haben der herkömmlichen Tageszeitung erhebliche Marktanteile abgenommen und verzeichnen weiter rasante Zuwachszahlen. Das Internet verstärkt diese Entwicklung nochmals und ist in Sachen Aktualität wahrscheinlich unschlagbar. Bleibt die Frage, ob Qualitätsjournalismus dabei auf der Strecke bleibt…

Ich wollt aber in eine ganz andere Richtung. Fotojournal, -fachzeitschriften, -magazine oder wie man sie auch immer nennen mag. Ich habe mir in den letzten Monaten und Jahren so ziemlich jedes Blatt angesehen, das an den Kiosken ausliegt und sogar das eine oder andere Magazin gekauft. Heutzutage finde ich keines mehr, das mich anspricht. Die immergleichen Inhalte: ein oder zwei Photoshop how-to´s, endlose Vorstellungen der neuesten Digiknipsen und Objektive, eine mehr oder weniger objektive Testreihe (die sich regelmässig wie die Marketinganpreisung des Herstellers liest) und immer mal wieder die Vorstellung eines Fotokünstlers. Will ich das lesen? Nein! Wenn ich mich im fotografierenden Bekannten- und Freundeskreis umhöre, geht es den meissten ähnlich…

Stellt sich die Frage, was sollte Inhalt eines anspruchsvollen Fotomagazins sein, dass die Zielgruppe des ambitionierten Fotografen (Amateur oder Profi) anspricht? Könnte man sowas selber auf die Beine stellen? Wir fragen uns doch auch nach Kanälen für die Verbreitung und möglicherweise Vermarktung unserer Kunst. Wäre das eine Möglichkeit?

Meinungen?