Statuswechsel

Bemerkte ich nicht jüngst voller Stolz, dass es mir schon seit längerer Zeit nicht mehr den Schnuller rausgehauen hätte? Man nehme hiermit meinen Statuswechsel zur Kenntnis.

Dass ehrliches Feedback zwar auf der Wunschliste der Fotografierenden ganz oben steht, aber ein herausragendes Beispiel für Selbstverarschung ist, wurde ja schon mehrfach thematisiert. Die immer öfter anzutreffende Aufforderung auf Blogs zur Abgabe “netter Kommentare” ist zumindest ein Indikator worum es eigentlich geht. Das sind dann öfters mal die Herrschaften, die schon ein Erwähnen ihres Namens ohne verbundenes Superlativ als Majestätsbeleidigung verstehen, selbst aber munter ihre virtuellen Seilschaften aktivieren, um mal bisserl entspannte Hetze gegen andere Fotografierende nach links und rechts zu betreiben. Auch gerne genommen, die Selbstanpreisung als Rund-um-sorglos-Kümmerer mit ausschließlichem Kundenfokus, der munter auf Twitter&Co. seine abgelehnten Kundenanfragen breit tritt. So schafft man Vertrauen. Clever!

Ach ja, und wer hat eigentlich das Märchen aufgebracht, dass jedes gottverdammte Foto eine Geschichte erzählen muß? Das neue “gut gesehen” lautet: “das Foto ist gut, weil es eine Geschichte erzählt”.
“Ach ja, na sag mal, welche denn?”
“Kann ich dir nicht erklären, das verstehste nicht…”.
Super!

Ich hab mich ja schon mehrfach als grosser Fan von Authentizität geoutet. Wenn das was ich da so tagtäglich zu sehen bekomme tatsächlich authentisch ist, bin ich froh die meisten nur virtuell zu erleben. Wenn man den Schaum nur fest genug schlägt wird er steif und man schwimmt bzw. dann wohl steht immer oben? Wunschgedanken liebe Freunde, Wunschgedanken!