Oder auch Abenteuer Dunkelkammer Teil 2. Nachdem der erste Part ja schon ganz anständig über die Bühne ging, hat es mich gestern wieder in den Fingern gejuckt, also nichts wie hinein ins Schwarz der künstlichen Nacht. Von Routine zu sprechen wäre sicherlich zu früh, jedoch konnte ich diesmal das Abenteuer Vergrössern um einiges ruhiger angehen. Alles war bereits an seinem Platz und in die frisch gespülten Schalen musste lediglich die Chemiesuppe von letzem Mal eingegossen werden. Positiv: der Entwickler lässt sich anscheinend mehrfach verwenden. Vorab hatte ich bereits ein paar Negative ausgesucht, die ich gerne als grossen Abzug haben wollte. Also, Licht aus und frisch ans Werk…
Nun, ich bin nach wie vor begeistert. Der Negativscan auf dem Bildschirm ist kein Vergleich mit einem Positiv in den Händen. Aber: der nette Nebeneffekt digital gerade mal ein paar Fussel, Stäubchen oder Kratzer der Russenzicke wegstempeln zu können fehlt. Also finden sich teilweise ein paar weiße Punkte auf meinem Abzug. Weniger schön. Auch hab ich sehr schnell die Richtigkeit von Meister Trents Aussage nach einem Testbelichtungsstreifen verstanden. Weder zu flau noch zu dunkel ist wünschenswert und auf 2 Sekunden Belichtungszeit kann man sich halt nicht grundsätzlich verlassen. Gedanklich notiert.
Ganz nebenbei bemerkt hat die Dunkelkammerarbeit anscheinend eine beruhigende Wirkung auf mich. Nach einem ziemlich heftigen Bürotag bin ich gestresst und mit hohem Adrenalinspiegel hinein gegangen, um ganz entspannt und abgeschaltet nach einer Stunde wieder hinaus zu kommen.
Fotografie als therapeutischer Ansatz, das hat Zukunft…


