Alles eine Frage der Technik

Ich mag die Werbung des bekannten Elektronik-Supermarktes ja nicht, aber da merkt man mal, wie clever die Marketing-Strategen doch waren, wenn sie es schaffen, dass gleichlautender Slogan sich in die Gehirnrinde einbrennt. Eigentlich will ich ja was ganz anderes.

Nachtaufnahmen nämlich. Kitschig oder nicht, tausendfach gesehene Fachwerkhaus und Kopfsteinpflaster-Romantik oder nicht – ich will und muss das mal probieren. Bloß, wie stell ich das am dümmsten an? Die Lichtempfindlichkeit des Filmmaterials sollte eigentlich keine Rolle spielen, wenn ich mal davon ausgehe, dass ich mit Stativ fotografieren werde, den berühmten Schwarzschildeffekt einen guten Mann sein lasse und entsprechend über die Belichtungszeit ausgleichen kann. Ich vermute auch, dass mir ein kamerainterner Belichtungsmesser keine große Hilfe sein wird und ich auf ein entsprechendes Handgerät zurück greifen muss. Soweit kein Problem. Ist bei der Belichtungsmessung etwas besonderes zu beachten? Ich dachte so in die Richtung den hellsten und dunkelsten Bereich des Motivs anzumessen und dann einen Mittelwert zu bilden. Oder weiß der geneigte Nacht-Fotografie-Spezialist da mehr?

Allfällige brandheisse Tips bitte als Kommentaren platzieren. Man dankt.

Tea time

Ich kann mich ja schon selbst nicht mehr hören. Das klappt nicht und hier gibts Schwierigkeiten…

In Zeiten des Selbstzweifels muss ein kurzer “Kann-ich-überhaupt-den-Belichtungsmesser-lesen”-Test her. Gesagt, getan. Nachdem der R3 sich ja als etwas heikel in der Verarbeitung gezeigt hat, stopfe ich meinen Feld, Wald und Wiesen Film in die Flex. Einmal U200 bitte – passt.

Tea time

Montagsweisheiten

Hier mal auf die Schnelle 5 Erkenntnisse, die ich während meiner analogen Entdeckungsreise gesammelt habe:

  • Netzmittel ist doch sinnvoll – hybrid kann ich Wasserflecken wegstempeln, aber beim Abzug in der Dunkelkammer wirds schwieriger
  • die Wissentschaft über Kipprhythmen und Zeiten wird heillos übertrieben. Im Regelfall macht es keinen nennenswerten Unterschied, ob ich alle 30 sec. oder jede Minute kippe, rühre oder was auch immer. (Es gibt natürlich Film- / Entwicklerkombinationen wo das wichtiger sein kann)
  • Entwickler kann auch noch Kraft haben, wenn er als 5 Monate alter Bodensatz sein vormals farbloses Dasein in sattes Gelb geändert hat
  • gib jedem Film eine zweite Chance, auch wenn die ersten Ergebnisse totaler Murks sind
  • die intensivere Beschäftigung mit der richtigen Belichtungsmessung macht Sinn; die Ergebnisse jenseits von Neutralgrau machen erst richtig Spaß…

Belichtungsmessung

Insbesondere beim Fotografieren mit den älteren Kameraschätzen komme ich glaube ich nicht um eine manuelle Beichtungsmessung rum. Ja, das Analogrevival bringt so einige Tücken mit sich…

Heise hat zur Belichtungsmessung gerade einen Artikel veröffentlicht und ich habe mich mal versucht hier einzulesen, da es bei den alten Kameras ja letztlich auf eine Messung mit externem Belichtungsmesser rauslaufen wird. Ohne jetzt behaupten zu können richtig verstanden zu haben, wie das ganze funktioniert (dafür muss ich so ein Ding glaub ich in der Hand haben und ausprobieren) – ich könnte eine Empfehlung gebrauchen, was die sinnvolle Minimallösung in Sachen externer Belichtungsmesser ist. Auch hier durfte ich bereits feststellen, dass der Spaß wieder mal nicht ganz billig zu haben sein wird ;-)